Es ist die Eilmeldung, auf die wir alle sehnlichst gewartet haben: Rookburgh ist eröffnet!

Wir hatten bereits die Möglichkeit, in die neue Themenwelt eintauchen zu können. Ein bahnbrechendes und immersives Erlebnis jenseits aller Phantasie! Wir freuen uns, Euch mit in diese einzigartige Welt nehmen zu dürfen und möchten Euch den bestmöglichen Eindruck vermitteln. Um der gewaltigen Dimension und Illusion des neuen Phantasialand-Meisterwerks gerecht zu werden, haben wir in den vergangenen Tagen mit Hochdruck an einem ganz neuen Medium gefeilt: Dem ,F.L.Y. SOCIETY - Report‘. Eine hierfür eigens engagierte Autorin hat uns auf unserem Streifzug durch Rookburgh begleitet und alle Emotionen und Gedanken verschriftlicht. Detailreich und voller Begeisterung. Authentisch und echt. Der darauffolgende ,Foodie Guide‘ sowie ein abschließender Epilog, versehen mit zahlreichen Impressionen und bewegten Bildern, runden diesen Blogeintrag bestens ab und lassen unser Erlebtes auf Euren Bildschirmen vollends aufleben.

Ein frischer Luftzug, der unendliche Horizont - Als ich die ausladende und elegant anmutende Terrasse des Hotels ‚Charles Lindbergh‘ betrete und in die Wärme der Abendsonne eintauche, ist der Himmel bereits in ein tiefes und undurchdringliches Rot gehüllt, welches das baldige Ende des Tages ankündigt und mir ein melancholisches Lächeln entlockt. Warum muss dieser wunderschöne und aufregende Tag jetzt schon enden? Ich fühle mich wie ein kleines Kind, das die Mutter bittet, noch ein paar Minuten länger aufbleiben zu dürfen, weil es nicht akzeptieren will, dass auch der größte Spaß irgendwann einmal ein Ende finden muss.

Mit einem erschöpften, aber zufriedenen Seufzer lasse ich mich neben meinen Freunden Daniel und Sebastian auf einer der bequemen Sitzmöglichkeiten am Rande des Balkons nieder und schicke meinen Blick noch einmal auf eine kleine Rundreise durch diese neue Welt, die den Charme und den Pioniergeist der 1920er Jahre verkörpert wie keine zweite und kleine wie große Piloten und Entdecker zum Träumen einlädt. Als ich dem nach wie vor geschäftigen Treiben und fröhlichen Summen der fleißigen Arbeiter aus den Kohlewerken und dem aufgeregten Geplauder der Entdecker und Gäste in den Gassen unter mir lausche, merke ich, wie meine Augen langsam, aber sicher schwerer werden und meine Gedanken in die Ereignisse des Tages abzudriften drohen. Ich denke an den Geschmack des saftigen, weichen Sandwiches, das ich im ‚Kohleschipper‘ zur Mittagszeit zu mir genommen habe und meine Geschmackknospen zum Frohlocken gebracht hat, nachdem ich den ganzen Tag noch nichts gegessen hatte. Ich erinnere mich an das herbe Aroma und die wohltuende Frische des kühlen Craft Beer, das ich erst vor wenigen Minuten an der U-Boot-förmigen Theke des ‚1919‘ genossen habe… und gleichzeitig kommt es mir vor, als stünde ich immer noch in ‚Emilies Chocoladen- & Candy-Werkstatt‘ und könnte diesen wohlig-süßen Duft von Schokolade und Bonbons einatmen… 

Just in diesem Moment lassen mich von ekstatischem Lachen durchzogene Schreie hochschrecken und meinen Blick zur Seite wenden - und was ich sehe, lässt meinen Atem kurz stocken: Etwa ein Dutzend Menschen fliegen (und ich meine tatsächlich ‚fliegen‘) mittels der neusten technischen Errungenschaft der Airrail Company, dem ersten Flying Launch Coaster der Welt, genannt F.L.Y., nur unweit der Terrasse an uns vorbei. Kurz erhasche ich sogar einen Blick auf ein paar ihrer Gesichter: Manche haben die Augen geschlossen und schreien aus voller Kehle, andere lassen ihrem von Adrenalin gepeitschtem Lachen so freien Lauf, dass es mir in den Ohren schallt. Ein Junge in meinem Alter ist sogar so tollkühn und streckt die Arme vor sich aus – fast so als wäre er Superman, der sich auf schnellstem Wege durch die Lüfte zu seinem nächsten Duell mit seinem Erzfeind Lex Luthor aufmacht. So schnell dieser überraschende Moment urplötzlich da war, so schnell ist er auch wieder vorbei: Das Rauschen der Bahn und die aufgeregten Schreie werden leiser und verschallen schließlich zur Gänze in der Ferne. ‚Pulsierend‘ – das Wort, was mir in diesem Augenblick in den Kopf schießt, beschreibt die Atmosphäre, die ganz Rookburgh bis ins kleinste Detail durchzieht, meiner Meinung nach perfekt – ‚pulsierend‘.

Schon als ich morgens mit meinen Freunden Daniel und Sebastian aus der mit einem atemberaubenden, geradezu mystisch anmutenden Mosaik der Künstlerin Daria Christaria  veredelten U-Bahn-Station, welche als Verbindungsstück zwischen Rookburgh und Berlin dient, heraustrat, merkte ich, wie mich der Zauber der Vergangenheit zu ergreifen schien und mein Herz im Einklang mit dem Rhythmus des geschäftigen Treibens in den kleinen Gassen zu schlagen begann.

Zwei junge Männer, die aussahen, als seien sie auf ihrem Weg zur Arbeit ins Kohlewerk oder die Werkstatt um die Ecke, liefen munter schwatzend an uns vorbei und folgten dabei dem Verlauf einer imposant anmutende Eisenbahnlinie, welche sich mitten durch Rookburgh zieht. Auf der anderen Seite der Straße stand eine elegante junge Dame, die ihren Freundinnen ganz stolz ihre (offenbar neuen) Breeches samt Hosenträgern präsentierte und aufgeregt verkündete: „Und Figur schmeichelnd sind sie auch!“ Noch während ich daraufhin den Entschluss fasste, bei meinem nächsten Shopping-Trip in Köln nach einer entsprechenden Hose Ausschau zu halten, fiel mein Blick auf eine weitere junge Frau; mit ihrem dunkelblonden Haar, ihrer hellbraunen, ledernen Pilotenjacke und ihrem fröhlichen Lächeln erinnerte sie mich sofort an Amy Adams in ihrer Rolle der amerikanischen Flugpionierin Amelia Earheart in „Nachts im Museum 2“. Sie war gerade in eine Unterhaltung mit zwei Mädchen vertieft und deutete in die Luft. Als ich ihrem Blick folgte, sah ich zu meinem Erstaunen ein paar Schienen, die über den Köpfen der Besucher verliefen und sich durch ganz Rookburgh zu ziehen schienen. Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich dachte „So nah KANN eine Bahn gar nicht an den Gästen verlaufen. Vielleicht sind sie eine Art Dekoration?“

Diesem Gedanken noch eine Weile nachhängend machte ich mich mit meinen Freunden aufs ins Hotel ‚Charles Lindbergh‘, welches seinen Namen einem der größten und bedeutendsten Pioniere der Luftfahrt verdankt. Dachte ich beim Einchecken noch, die Eingangshalle wäre innovativ gestaltet, musste ich beim Aufsuchen unseres Zimmers doch feststellen, dass nicht nur diese, sondern die gesamte Hotelkonstruktion ein ebenso großes Novum darstellte wie die Alleinüberquerung des Atlantiks seines Namensgebers. Wer nun denkt, dass ich übertreibe, hat noch nie erlebt, wie er sein kleines Reiseköfferchen auf der Suche nach seinem Zimmer durch einen Hotelflur zieht, nur um dabei von einer laut lachenden Menge angehender Aeronauten erschreckt zu werden, die auf einmal quer durch den Raum fliegen. Denn, und nun kommt es - die Schienen der Bahn, die ich bei unserer Ankunft gesehen und aufgrund ihrer Nähe zu den Besuchern als Dekoration abgetan hatte, waren nicht nur voll funktionsfähig – sie ziehen sich auch durch das Hotel! Man kann sich also mein (milde ausgedrückt) überraschtes und mit Sicherheit leicht komisch wirkendes Gesicht vorstellen, als F.L.Y., der (wie ich im Nachhinein erfuhr) Welt erster und längster Flying Launch Coaster, auf einmal MITTEN im Hotelflur an uns vorbeisauste und eine ihrer vor Freude schreienden Fahrgäste mir lachend zuwinkte. Meine anfängliche Verwunderung ging fast automatisch in tiefe Entschlossenheit über: Sofort nachdem wir unser Gepäck in unserem Zimmer verstaut hatten, wollte, nein, MUSSTE ich unbedingt auf diese Bahn!

Das Hotel hielt allerdings noch weitere Überraschungen für uns bereit: Als wir unsere Zimmernummer gefunden und aufgeschlossen hatten, fühlte ich mich ähnlich wie Marty McFly zurück in die Zukunft und zugleich an Bord von Kapitän Nemos Nautilus versetzt: Die Kombination aus warmen Holz und Leder sowie die zahlreichen Messings- und Metallapplikationen ließen den Eindruck von Heimeligkeit entstehen und weckten zugleich den Abenteuer- und Entdeckergeist in mir - fast so, als wäre ich an Bord eines Luftschiffes, dass sich zu fernen, noch unbekannten (luftigen) Ufern aufmacht! Obwohl die weichen Kissen der beiden Betten und das Badezimmer zum Frischmachen geradezu einluden, wollte ich endlich raus und mein eigenes, ganz persönliches Flugerlebnis machen!

Nur wenige Minuten später standen wir daher in der Schlange der wartenden Gäste für die neuste technische Innovation der in Rookburgh ansässigen Airrail Company, welche wir im Hotel bereits aus nächster (die Betonung liegt auf ‚nächster‘) Nähe bewundern durften – F.L.Y. Wer aber nun denkt, dass wir minutenlang in einer herkömmlichen Schlange zwischen eintönigen Absperrungen und langweiligen Pfeilern gestanden hätten , der irrt gewaltig, denn bereits lange bevor man die Chance bekommt, sich in die Lüfte zu schwingen und den Himmel zu erkunden, beginnt das Eintauchen in die aufregende Welt der Aeronauten und Himmelsstürmer: So wird man während des Wartens in die Kunst des Fliegens und die verschiedenen Herausforderungen, denen man sich als angehender Pilot und Nachfolger der Gebrüder Wright stellen muss, eingewiesen und somit auf das baldige Verlassens des festen Bodens unter den vor Aufregung bereits zitternden Füßen vorbereitet. Denn wie auch an allen anderen Orten des Phantasialands gilt auch hier: Safety first! Schon während der Einweisung begann sich ein Kribbeln, welches von meinem Bauch ausging, in meinem gesamten Körper auszubereiten: Meine Aufregung mischte sich mit leichter Nervosität – war ich tatsächlich bereit, den Himmel zu erkunden und durch die Lüfte zu sausen, wo mir doch normalerweise schon das Betreten eines Flugzeugs für Inlandsreisen leichte Bauchschmerzen verursacht?

Nach meinem ersten Flug mit F.L.Y. und als (zumindest aus meiner Sicht) somit durch und durch auf meine Tauglichkeit geprüfter Aeronaut kann ich diese Frage nun mit einem überschwänglichen ‚Ja‘ beantworten und zudem voller Stolz verkünden, dass ich tatsächlich noch nie etwas Vergleichbares erlebt habe!

Als wir nach einer etwa halbstündigen Wartezeit schließlich die Plattform betreten konnten, die uns als Tor in die unendlichen Weiten des Himmels dienen sollte, beobachtete ich mit Verwunderung (und zugleich, wie ich an dieser Stelle gestehen muss, leichter Nervosität), wie die ‚Piloten‘ des vorherigen ‚Rundflugs‘ aus ihren Sitzen befreit wurden. Warum ich ausgerechnet das Wort ‚befreit‘ benutzt habe, um den Vorgang zu beschreiben, dessen Zeuge ich in diesem Moment wurde, wird dem Leser, wie ich glaube, in wenigen Momenten klar werden, wenn ich den genauen Verlauf meiner eigenen Himmelserkundungstour schildere: Kaum hatte ich nämlich meinen Sitz in dieser neuartigen Flugkonstruktion (das Wort ‚Bahn‘ wird diesem Gipfel technischer Errungenschaften nämlich keineswegs gerecht) eingenommen, den Bügel heruntergeklappt und mich festgeschnallt, merkte ich, wie der Sitz – und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass mein Herz in diesem Moment fast stehen geblieben wäre – nach dem Erklimmen des Lifthügels eine überraschende Wendung einnahm und sich nach vorne drehte! Mit einem pulsierenden Pochen in den Ohren und leichter Panik im Nacken blickte ich nach meinen Freunden Daniel und Sebastian. Ich erinnere mich noch an ihre lachenden Gesichter und wie ich mit einer Mischung aus Vorfreude und Todesangst fragte: „Nicht wirklich, oder?“ – dann wurde alles ein Meer aus verschwommenen Farben und Eindrücken, als wir wie ein Korken aus einer Sektflasche in den freien Himmel katapultiert (und ich meine es so, wie ich es sage) wurden. Ich selbst war anfangs viel zu erstaunt, um lachen zu können: Ich merkte gar nicht mehr, dass ich überhaupt festgeschnallt war – es war, als ob ich schwerelos sei. Wie ein Vogel flog und drehte ich mich schraubenartig durch die Lüfte – über (und zwischenzeitlich unter) mir nichts als der blaue Himmel und die Welt von Rookburgh mit all ihren farbenfrohen Facetten. Spätestens als wir durch das ,Charles Lindbergh‘ Hotel rasten, das wir noch wenige Stunden zuvor selbst zum ersten Mal betreten und in dem wir die Gelegenheit bekommen hatten, diese wunderbare Flugkonstruktion aus nächster Nähe zu bestaunen, konnte auch ich mir ein lautes Lachen nicht mehr verkneifen. Ich war sogar so tollkühn, die Arme auszustrecken und fühlte mich dabei unweigerlich an den Albatros Orville aus Disneys Meisterwerk Bernhard und Bianca erinnert, wie dieser durch die Straßen New Yorks rast. Ich hätte noch ewig so weiterfliegen können – der Wind, der durch meine Haare peitschte, das Adrenalin, das durch meine Adern pulsierte, das Gefühl absoluter Freiheit und Grenzenlosigkeit – diese Kombination als wahrhaften ‚Rausch‘ zu bezeichnen, käme eigentlich einer Untertreibung gleich und würde dem Gefühlswirbel, den dieses Erlebnis in mir auslöste, letztlich nicht gerecht werden. Zu meinem Bedauern verebbte dieses Gefühl allerdings wieder, als wir ein paar Minuten später wieder ‚landeten‘ und ich wieder Boden unter meinen (allerdings immer noch recht wackligen) Füßen spürte. Ein Blick in die gleichermaßen begeisterten Gesichter meiner Freunde reichte allerdings vollkommen aus, um sicherzugehen, dass wir uns einig waren: Wir würden uns sofort noch einmal für dieses Wunderwerk der Technik, das sich F.L.Y. nennt, anstellen, um diesen Rausch ein weiteres (und auch noch ein drittes oder viertes Mal hintereinander) erleben zu dürfen! Und so kam es dann auch: Gegen Mittag, als Sebastian fragte, ob wir nicht allmählich mal etwas essen gehen wollen würden, hatten wir schon zum dritten Mal den Himmel Rookburghs erkundet und waren unserer Ansicht nach bereits erfahrene Aeronauten.

Da allerdings auch den begeistertsten Piloten irgendwann einmal der Hunger ereilt, machten wir uns zum ‚Kohleschipper‘ auf, einem gemütlich wirkenden Sandwich-Shop, den Daniel auf unserem Weg zu F.L.Y. erspäht hatte. Als wir diesen betraten, surrte der Laden bereits mit aufgeregten Gästen, die sich wie wir auf ein schnelles und doch zugleich herzhaftes Mittagessen freuten. Ich muss zugeben, dass ich, als ich an die Theke herantrat, um mir ein wohlschmeckendes Sandwich zu bestellen, erst einmal ein wenig überfordert war, als die nette Dame fragte, womit ich dieses denn belegt haben wolle: Die Auswahl an frisch und einladende wirkenden Toppings war für jemanden wie mich, dem es normalerweise schon schwer fällt, sich zwischen Cola und Cola Light zu entscheiden, einfach zu groß, sodass ich meinen Freunden Sebastian und Daniel erst einmal den Vortritt ließ. Wie soll man sich denn bitte entscheiden, wenn ALLES so gut aussieht und man daher auch ALLES am liebsten einmal probieren würde? Als ich mich nach schier endlosem Hin und Her schließlich doch für ein Sandwich mit zartem Hühnchenfleisch und Gruyére-Käse und Knoblauch-Rosmarinsoße entschieden hatte, war ich über meine Wahl mehr als glücklich: Das Fleisch war nicht nur gut gewürzt, sondern (und wer häufiger in Sandwichläden à la Subway unterwegs ist, weiß, dass das keine Selbstverständlichkeit ist) frisch gegrillt und die herzhafte Soße rundete den Geschmack der knackigen Beilagen bestens ab!

Wer mich kennt, weiß allerdings, dass ich auf ein so herzhaftes Mahl (ich weiß, dass manche nun anmerken werden, dass es doch ‚nur‘ ein Sandwich war, aber anders kann und möchte ich diese Köstlichkeit nicht beschreiben) auch immer etwas Süßes brauche und so trugen uns unsere Füße nach Verlassen des ‚Kohleschippers‘ fast automatisch in ‚Emilies Chocoladen- und Candy-Werkstatt‘. Ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte, dass ich mich bereits beim Betreten des Ladens unweigerlich an den berühmten ‚Honigtopf‘ aus J.K. Rowlings Harry Potter erinnert fühlte: Schon als wir die Tür in dieses Schlaraffenland öffneten schlug uns der Duft süßer Bonbons und frisch conchierter Schokolade entgegen. Das ganze Innere des Raumes scheint einem Traum aus bunten Farben und zuckrigen Leckereien entsprungen zu sein: An den Wänden türmen sich Berge aus farbenfrohen Bonbons, Lollis, Smarties, Jelly Beans, Gummibärchen und Lakritze – alles Zutaten, die man teilweise in den zahlreichen Schokoladenkreationen wiederfinden kann, wie uns eine freundliche Dame am Eingang erklärt, deren Outfit und Lächeln mindestens genauso süß sind wie die Leckereien, die wir mit offenem Mund und glänzenden Knopfaugen bestaunen. Etwa eine Viertelstunde später verlassen wir Emilies Werkstatt wieder – mit, wie sich der werte Leser vermutlich denken kann, einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen und bis zum Rand mit selbst kreierten Leckereien prall gefüllten Rucksäcken auf dem Rücken. (Mein persönlicher Tipp: Weiße Schokolade mit Smarties, bunten Gummibärchen und kleinen Keksen – zum Dahinschmelzen!) Die Frage, wo wir nun hingehen sollten, stellte sich uns eigentlich gar nicht – natürlich wieder zu F.L.Y., denn was ist besser geeignet, um ein herzhaftes Mittagessen und einen zauberhaften Nachtisch zu verdauen, als ein rasanter Rundflug durch ganz Rookburgh…?

Nachdem wir den Himmel noch ein weiteres Mal erkundet und dabei immer wieder neue Entdeckungen gemacht hatten, machten wir uns gegen Abend auf den Weg zurück ins Hotel, in dem wir uns kurz frisch machten und umzogen, denn wer fast den ganzen Tag damit verbringen durfte, sich den Wind der Freiheit ins Gesicht peitschen und den Abenteuergeist der Luftpioniere durch die eigenen Venen fließen zu lassen, darf sich zwischendurch ruhig auch mal eine schöne warme Dusche gönnen. Herausgeputzt und gut gelaunt betraten wir gegen 19 Uhr schließlich das Restaurant ‚Uhrwerk‘, das seinen Namen der imposanten Uhr in der Mitte des großen und dennoch unglaublich gemütlich und einladend wirkenden Raumes verdankt. Als Tochter eines Zimmermanns fühle ich mich gleich wie zuhause: Das sich über zwei Etagen erstreckende Restaurant vermittelt durch seine rötlichen Klinkerwände und die sich auf und über diese ziehenden Kupferrohre den zünftigen Charme einer alten Werkstatt, in der sich nach Feierabend die Arbeiter in fröhlicher Runde an einer Werkbank treffen und sich nach getaner Arbeit ein kühles Bier und ein köstliches 3-Gänge Menü gönnen. Die Speisekarte gestaltet sich dabei genauso vielfältig und innovativ wie der Rest Rookburghs, da klassische Gerichte wie Burger und Nudelgerichte auf besondere Art und Weise abgewandelt und präsentiert werden.

Nachdem ich mein deftiges Mahl förmlich hinuntergeschlungen hatte, merkte ich, dass ich allmählich müde und leicht träge wurde. Der Tag war einfach so aufregend gewesen und in Rookburgh hatte es so viel zu entdecken gegeben, dass mir erst jetzt bewusst wurde, wie lange wir eigentlich schon auf den Beinen waren. Ich gebe daher zu, dass ich mich von Daniels und Sebastians Vorschlag, anschließend noch in der Bar ‚1919‘ vorbeizuschauen, anfangs eher wenig begeistert zeigte. Schon als ich die Bar allerdings wenige Minuten später betrat war ich froh und dankbar, dass mich beide zu diesem Besuch überredet hatten: Die in der Bar herrschende Atmosphäre war die eines urigen Pubs, wie ich sie sonst nur aus englischen und irischen Kneipen kannte. Gleichzeitig versetzten mich die U-Boot-förmige Theke, die Backsteinwände und die gemütlichen Sessel und Bänke zurück in eine Zeit, in der man am Ende eines harten Arbeitstages im Kohlewerk in einer stillen Ecke Ruhe und Frieden finden oder aber in geselliger Runde den Tag ausklingen lassen konnte. Der Erfindergeist und die Abenteuerlust, die ganz Rookburgh zu durchdringen scheinen, waren auch hier ganz deutlich zu spüren und es hätte mich nicht gewundert, wenn Herr Lindbergh persönlich an der Theke gesessen, uns einen Drink angeboten und uns anschließend ausführlich von seinem berühmten Nonstopflug von New York nach Paris erzählt hätte. Ausnahmsweise gestaltete sich die Wahl eines Getränks (trotz der auch hier vorhandenen überwältigenden Auswahl) für mich dieses Mal einfach, da ich bereits am Nachbartisch eine der vier Cocktail-Bowls Kreationen entdeckte - diese farbenfrohe und prickelnde Augenweide musste ich unbedingt ausprobieren. Ein wahrer Hochgenuss, wie sich herausstellte. Meinen Freunden Daniel und Sebastian, beide bekennende Bier-Liebhaber, fiel die Auswahl dagegen etwas schwerer, da man im ‚1919‘ zwischen fünfzehn (ja, richtig gelesen, fünfzehn (!)) verschiedenen Sorten an Craft Beer wählen kann. Während die beiden noch darüber brüteten, welche Sorte sie denn nun nehmen sollten, drang ein vertrautes Klackern an meine Ohren. Als ich meinen überraschten Blick nach links wandte, erblickte ich ein paar junge Leute in unserem Alter, die um einem Billardtisch herumstanden und aufgeregt zu lachen begannen, als einer von ihnen versehentlich die schwarze Acht versenkte. Obwohl ich keine besonders gute Billard-Spielerin bin, war ich ganz versessen darauf, auch die ein oder andere Partie zu spielen. Gesagt, getan: Sobald der Tisch frei wurde, wagten auch wir ein paar Spielchen. Nach dem vierten Spiel (und der inzwischen fünften Runde Craft Beer) beschlossen wir, ein wenig Luft zu schnappen und dazu auf den Balkon zu gehen.

Tja, und hier sitzen wir nun. Müde, leicht angeheitert, vor allem aber glücklich, und lassen unseren Blick über diesen aufregenden und, wie ich es anfangs ausgedrückt habe, wahrlich ‚pulsierenden‘ Teil des Phantasialands schweifen – diesen Abenteuerspielplatz für (angehende) Abenteurer und Piloten, der den Entdeckergeist des frühen 20. Jahrhunderts verkörpert wie nichts zuvor Dagewesenes und der es jedem Besucher, jung wie alt, ermöglicht, seine Flügel auszubreiten, den Alltag hinter sich zu lassen und stattdessen die unendlichen Weiten des Himmels zu erforschen…

Das Phantasialand und die Gastronomie verschmelzen seit jeher zu einer wahrhaftigen kulinarischen Liaison, die zum Gesamterlebnis entscheidend beiträgt.

Mit großer Hingabe und viel Kreativität werden im gesamten Park köstliche Glanzstücke serviert, die ihresgleichen suchen. Eigens für die neue Themenwelt wurden weitere besondere Gaumenfreuden und Signature Treats kreiert, die so vielseitig und aufregend sind, wie Rookburgh selbst. Exquisite Zutaten und außergewöhnliche Rezepturen bilden die genussvolle Grundlage für kulinarische Überflieger und kraftvolles Gebräu.

Auf unserer Reise durch Rookburgh haben wir die genüsslichen Raffinessen und wundervollen Kreationen kennen und lieben lernen dürfen - ein buchstäbliches Feuerwerk an Geschmack und Präsentation. Und da Liebe bekanntlich durch den Magen geht, gewähren wir Euch in unserem Foodie Guide einen exklusiven Vorgeschmack und stellen Euch unsere persönlichen Favorite Eats & Drinks vor . . .

 

Golden Fritz: Cabin Crew | Restaurant Uhrwerk

Die hausgemachten Fries werden mit leckerem Roastbeef, Cornichon, Radieschen, Kresse, Röstzwiebeln und Remoulade aufgetischt. Übrigens werden zu jeder Pommes Frites-Schaufel zwei Handwerksburger mit gegrilltem Iberico - und Rinderfilet auf Sesam-Brioche serviert. Dazu erhaltet ihr fünf weitere homemade Dips: Tomaten-Aioli, Tomaten-Salsa, Guacamole und Malz Jus sowie rote Zwiebeln. 

Pasta Maverick | Restaurant Uhrwerk

Spaghetti Di Gragnano, schmackhaft angerichtet mit Rotwein-Chorizo, Tomatensugo, geröstetem Knoblauch, Zwiebeln, Olivenöl, Petersilien-Pesto und Parmesan.

Joe's Nougat Surprise | Restaurant Uhrwerk

Euer genussfreudiges Mahl wird durch die Vielzahl an delikaten Desserts abgerundet. Unser Tipp: Das vollmundige Nougatcreme-Törtchen. Faszinierend angerichtet und einfach unglaublich lecker!

Cocktail-Bowls | 1919 - Bar. Pub. Destille

Ihr mögt es gerne extravagant? Dann solltet ihr Euch die insgesamt vier verschiedenen Cocktail-Bowls nicht entgehen lassen. Das prickelnde Erlebnis der besonderen Art vereint fruchtige und delikate Liquids und ist mit leckerem Naschwerk garniert.

Craft Beer Tastingbrett | 1919 - Bar. Pub. Destille

"Ein gutes Craft Beer ist wie Rookburgh im Glas."

Ein Brett, vier Genussabenteuer! Für uns der perfekte Einstieg in die Welt des Craft Beers. Ihr habt die Möglichkeit, aus fünfzehn verschiedenen Sorten Craft Beer auszuwählen. Das klingt für Euch nach einer schwierigen Entscheidung? Auf Wunsch stehen Euch die Barkeeper mit ihrem hervorragenden Know-how zur Seite und ermitteln für Euch den bestmöglichen Biergenuss.

 

 

Was bereits in der Vergangenheit mit dem Imperium der Wuze, Deep in Africa, Chiapas oder Klugheim angefangen wurde, findet nun mit der Eröffnung von Rookburgh seine vorläufige Vollendung - die perfekte Immersion! 

Auf unseren Reisen durch die verschiedensten Freizeitparks dieser Welt, haben wir bereits Vieles sehen und erleben dürfen. Unser jüngstes Abenteuer in Rookburgh stellt jedoch das bislang Dagewesene an Eindrücken ausnahmslos in den Schatten und übertrifft diese sogar um Längen!

Mit Rookburgh wird in unseren Augen einmal mehr deutlich, was es im Phantasialand bedeutet, eine Vision zu verwirklichen. Etwas weltweit einmaliges zu erschaffen: Eine Welt, die ihresgleichen sucht und deren unverwechselbare DNA sowie schier grenzenloses Detailreichtum alles bisherige übertrifft.

Es scheint so, als wäre für diesen neuen Meilenstein kein Weg zu weit, keine Hürde zu hoch und keine Intuition zu abwegig gewesen.

'𝙴𝚂𝙲𝙰𝙿𝙴 𝚃𝙷𝙴 𝙾𝚁𝙳𝙸𝙽𝙰𝚁𝚈 & 𝙳𝙸𝚂𝙲𝙾𝚅𝙴𝚁

𝑹 𝑶 𝑶 𝑲 𝑩 𝑼 𝑹 𝑮 𝑯'

Rookburgh ist vielmehr, als eine umfassende Szenerie inmitten des Phantasialandes. Rookburgh ist ein zugegebenermaßen schwer zu beschreibendes, aber unglaublich intensives Gefühl, dem man sich vor Ort und auch darüber hinaus, einfach nicht entziehen kann. Rookburgh erweckt Emotionen, die bislang kaum eine andere Freizeitpark-Attraktion in uns hervorgerufen hat. Ein Empfinden, dass auch nachhaltig so durchdringend ist, dass sich beim Schreiben dieser Zeilen erneute Gänsehaut entfacht.

Rookburgh ist die unvergleichliche Verbindung aus Hotel, Achterbahn, Gastronomie und der umgebenen Welt. Wo andere Vergnügungsparks ihre Hotels außerhalb des Geländes platzieren, hat sich das Phantasialand schon immer positiv abgehoben und seine Unterkünfte geschickt an das Geschehen angesiedelt. Mit dem Hotel Charles Lindbergh sind die Macher sogar noch einen Schritt weitergegangen: Eine vergleichbare Location, an der Hotel und Achterbahn eine so faszinierende Symbiose miteinander bilden, ist unserer Sicht nach einmalig und in dieser Form schlichtweg revolutionär!

Im Hotel Charles Lindbergh ist man nicht nur Gast, sondern wird Teil eines exklusiven Zirkels namens Explorers' Society. Unzählige Privilegien machen einen Aufenthalt derart unvergesslich und bieten eine allumfassende Experience, die wir so kein zweites Mal erlebt haben.

Ein weiteres Highlight ist für uns neben der Phantasialand-typischen Gestaltung der eigens komponierte und episch anmutende Soundtrack, welcher dem Areal seine akustische Seele und einen unverwechselbaren Charakter verleiht.

'𝙸 𝚔𝚎𝚙𝚝 𝚍𝚛𝚎𝚊𝚖𝚒𝚗𝚐 𝚘𝚏 𝚊 𝚠𝚘𝚛𝚕𝚍 𝙸 𝚝𝚑𝚘𝚞𝚐𝚑𝚝 𝙸'𝚍 𝚗𝚎𝚟𝚎𝚛 𝚜𝚎𝚎. 𝙰𝚗𝚍 𝚝𝚑𝚎𝚗, 𝚘𝚗𝚎 𝚍𝚊𝚢... 𝙸 𝚐𝚘𝚝 𝚒𝚗.'

Das pulsierende Herzstück Rookburghs stellt aber zweifelsohne F.L.Y. dar. Der weltweit erste und längste Flying Launch Coaster zieht sich wie ein roter Faden durch die einzelnen Komponenten des Themenbereichs und lässt die Herzen aller Himmelsstürmer von nun an höherschlagen. F.L.Y. ist die Erfüllung eines tiefgreifenden Wunsches: der Traum vom Fliegen und der unendlichen Freiheit. Der fiktiven Rookburgher AirRail Company ist es gelungen, völlig neuartige Flugsitze zu konstruieren, die schon unmittelbar nach dem Einstieg der Gäste eine überraschende Wendung einnehmen und während der Fahrt ein Gefühl des Fliegens ermöglichen, wie es in dieser Form bislang keine andere Achterbahn garantieren konnte. Atemberaubend!

Eben noch in hohen Lüften rast einer der Flugapparaturen Sekunden später haarscharf an hoch aufragenden Fabrikmauern, wummernden Turbinen sowie den Zimmern und Balkonen des Hotels Charles Lindbergh vorbei. Das fulminante Zusammenspiel, bestehend aus grenzenlosem Fahrspaß, idealem Fahrkomfort sowie modernster Technik und spektakulären Fahrfiguren, macht F.L.Y. zu einer der besten Achterbahnen unserer Zeit.

'𝑻𝒉𝒆 𝑾𝒐𝒓𝒍𝒅 𝒐𝒇 𝑹𝑬𝑨𝑳𝑰𝑻𝒀 𝒉𝒂𝒔 𝒊𝒕𝒔 𝒍𝒊𝒎𝒊𝒕𝒔.

𝑻𝒉𝒆 𝑾𝒐𝒓𝒍𝒅 𝒐𝒇 𝑰𝑴𝑨𝑮𝑰𝑵𝑨𝑻𝑰𝑶𝑵 𝒊𝒔 𝒃𝒐𝒖𝒏𝒅𝒍𝒆𝒔𝒔.'

Rookburgh ist ein Ort, an dem alles möglich zu sein scheint. Realität und Imagination verschmelzen zu einer einzigartigen Welt, wo die Phantasie keine Grenzen kennt . . .

Abschließend möchten wir uns beim Phantasialand für die erneute Zusammenarbeit und das damit verbundene Vertrauen herzlich bedanken. Für uns war es ein großartiges Privileg, Teil einer geladenen Expertenrunde sein zu dürfen und Rookburgh mit allen Sinnen erleben zu können. Dieses einzigartige Abenteuer werden wir so schnell nicht vergessen und von all den Eindrücken und zahllosen Erlebnissen wohl noch lange zehren.

Herzlichst
Daniel und Sebastian